Erziehung eines Säuglings- oder wie komme ich gut durch die Zeit
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Erziehung eines Säuglings – oder wie komme ich gut durch die Zeit

Erziehung eines Säuglings – oder wie komme ich gut durch die Zeit Willkommen auf Mama Beas KEIN-Erziehungsratgeber! Dies soll kein Ratgeber werden, denn es gibt keinen Leitfaden, Pech gehabt. Aber ich möchte hier einfach mal erzählen, wie wir das so gemacht haben, was toll war und womit ich auf die Nase fiel. Viel Spaß beim Lesen.

NOCHMAL: HERZLICH WILLKOMMEN!

Vielleicht bist Du eine Mama oder Papa, die/ der schon Kinder hat, oder ein Kind, egal welches Alter, oder auch kein Kind – hier gibt’s was zu lesen! Und zwar für jeden und wie immer mit ganz viel Humor, ne Prise Sarkasmus und einen Hauch von Ironie.

Achja, und das soll ne Reihe werden. Eigentlich wollte ich direkt mal mit den Teenagern anfangen und mich so richtig auskotzen! Doch da fiel mir auf, hey, das Thema hat potential! Ich habe es kurz in Instagram angesprochen und es hat Wellen ausgelöst und Fragen aufgeworfen. Nun wurde ich auch gefragt, wie ich das mit meinen Babys gemacht habe, also die erzogen. Nun ja, fangen wir mal ganz von vorne an.

Erziehung eines Säuglings – oder wie komme ich gut durch die Zeit

In der Schwangerschaft, bevor ich mein erstes Kind frisch auspresste, hatte ich ja romantische Vorstellungen, die mich bis heute hysterisch auflachen lassen! Wie naiv kann ein Mensch bitte sein?? Meine Vorstellungen reichten über ein kurzes, blutfreies Wochenbett (ich erfuhr erst eine Woche vor dem Termin, dass man da blutet! 8 Wochen! Wer hat sich denn so ne Kacke einfallen lassen??), Nächte, in denen wir uns abwechseln, idylisches Stillen, schöne Spaziergänge, tragen im Tragetuch, schöne Kindheit bedeutet auch keine Machtkämpfe,…

Nun die Realität:

Nix davon.

Erziehung eines Säuglings - oder wie komme ich gut durch die Zeit
OMG! Was war ich da noch jung! Mein Pubertier und ich in der Kinderklinik, also Tag 1!

Aber zurück zum Thema „Erziehung“

Kann man ja auch völlig andere Vorstellungen haben, als es dann am Ende läuft, oder? Jemand andere Erfahrungen gemacht? Na, bei wem hat’s direkt genauso geklappt?

Aber ganz zurück zum ersten Jahr: Das Babyjahr!

Da wird doch noch garnix erzogen, denkt man. Falsch gedacht.

Da hat man so einen hilflosen, kleinen, absolut liebenswerten Säugling im Arm, und dieser… dieses… dieser kleine Egoist schreit! Die ganze Zeit!

Und was ziehen Mama und Papa ab? Das volle Programm! Windel wird gewechselt, das Bäuchlein massiert, die Unterlage glatt gestriffen (ja, so ne Falte, die kann ganz schön quälen! Echt jetzt!), getragen bis zur eigenen Besinnungslosigkeit, bespielt, beschäftigt, gestillt.

Und nun sind wir beim Thema: Stillen oder Flasche?

Egal. Es ist echt egal, ob man stillt oder die Flasche gibt. Für die Bindung ist es auch egal, denn Ihr haltet das Baby dabei ja im Arm. Ihr seid keine schlechteren Eltern, wenn Ihr das eine oder das andere macht. Ihr seid erst schlechte Eltern, wenn Ihr das NICHT macht. Oder das Ganze Alkohol/ Drogen/ Nikotin enthält (Anmerkung: Danke an meine Kollegen aus einem anderen Projekt für die anregende Ideensammlung).

Ob das eine oder andere schlechter/ besser/ gesünder ist fürs Kind… keine Ahnung, bin da keine Fachfrau. Ich habe beide gestillt, weil es zu meinem extremen Geiz gepasst hat. Win-Win sozusagen. Spaß geht anders, um mal wieder bei den Illusionen zu sein, denn Stillen ist echt garnicht so idyllisch und schön, wie man sich das vorstellt. Das nebenbei und am Rande.

Erziehung eines Säuglings - oder wie komme ich gut durch die Zeit; Stillen will gelernt sein
Stillen wil gelernt sein!

Also stillt Ihr den Hunger Eures frisch geschlüpften Kindes

Ob es denn Hunger war oder narzisstische Züge… egal, es hält die Klappe. Das funktioniert so gut, bis die Nippel entzündet, die Nerven runter und die Mama ungeduscht und völlig verwahrlost auf dem Sofa sitzt. Aber was tun?

Die Frage stellen – WER ERZIEHT HIER WEN?

Erziehung eines Säuglings – oder wie komme ich gut durch die Zeit

Es ist aber absolut richtig und niemals abzustreiten: Das Kind erzieht die Eltern. Und glaube mir, das bleibt so! Ihr durchschaut es nur immer mehr. Aber im ersten Jahr dürft Ihr das Knuddelding in Windeln verwöhnen, bis es vor überschüssiger Liebe quietscht!

Meine Meinung: Es gibt nichts Schöneres, als durch das Kind zu lernen.

Man lernt, die Welt wieder durch Kinderaugen zu sehen und zwar die Welt, die wir schon wieder vergessen haben. Okay, im ersten Babyjahr ist diese Welt eben sehr eingeschränkt. Liegend auf dem Rücken. Das Baby will lernen, sich bewegen. Kann es das nicht, wird’s ungemütlich. Denn es hat ein Recht darauf! Und auch wenn wir Eltern auf dem Zahnfleisch gehen, weil die Lernlust nachts um 3 stattfindet, Ihr sollt nicht das Kind schreien lassen. Jaaaa, ich weiß! Die Omas raten das. Ist auch so guuuut für die Lunge. Und es muss auch unbedingt alleine in seinem völlig dunklen Zimmer einschlafen! Das müssen sie unbedingt lernen oder Du ziehst sonst einen Tyrannen heran. Das waren auch die Tipps, die ich erhalten habe. Vergesst das einfach! NEIN! Das Kind braucht Nähe, darf sie haben. Meistens schlafen wir dabei auch ganz gut, oder?

Kein schlechtes Gewissen, wenn der Haushalt liegen bleibt, weil das Baby schläft und Du auch! Du hast Dir Schlaf verdient! Und schon hast Du wieder bessere Nerven für Dein Kind. Denn Du bist viel wach, wenn es auch wach ist. Und beschäftigst Dich mit etwas absolut Sinnvollem: Der Zukunft! Denn Dein Kind ist die Zukunft!

Erziehung eines Säuglings - oder wie komme ich gut durch die Zeit
Beweisbild: Ich habe genau dies getan! Er ist jetzt fast 15, das Haus steht noch! Wohl alles richtig gemacht.

Genieße die Zeit! Das erste Jahr ist so schnell vorbei. Genieße die Minuten, die es laut quietschend unter etwas liegt, dass es total lustig findet. Betrachte Dein Kind. Sauge diese Momente auf. Sie kommen nicht wieder. (Wenn so ein Teenager quietschend auf dem Fußboden liegt und von etwas an der Decke belustigt ist, überprüfe den Alkohol-Pegel! Irgendwie garnicht mehr so lustig!)

Du möchtest Dein Kind tragen? Tuch oder Trage? Nimm das, was Du magst und Dein Kind akzeptiert. Meine mochten zum Beispiel keine Tücher. Nun ja, die Trage fanden sie ganz okay. Und schwupps – Mittagessen konnte ich doch kochen. Danke Jungs! Aber andere Mamas sagten, ich würde das Kind verwöhnen, es müsse auch lernen, mal zu warten und müsse dann liegen. Okay, kann ja sein. Aber ich trage nun keinen 1,80 Meter großen Vierzehnjährigen auf meinem Rücken beim Mittagessen machen. Hat wohl doch noch geklappt, oder?

Erziehung eines Säuglings - oder wie komme ich gut durch die Zeit
Man sieht’s am unglücklichen Blick… er war nicht begeistert. Wie müde ich bin… reden wir nicht drüber!

Erziehung eines Säuglings – oder wie komme ich gut durch die Zeit

Und das mit dem alleine schlafen: Meine Jungs wollten irgendwann alleine in ihren Zimmer schlafen, weil sie ja nun „groß“ sind. Wann das war und wie wir das gestaltet haben, erfährst Du im nächsten Teil des KEIN- Erziehungsratgebers von Mama Bea. Aber nur, wenn Dir der jetzt gefallen hat. Sonst lass‘ ich das. Also, hinterlasse ein Kommentar. Und dann geht’s weiter.

Nebenbei erwähnt…

Wenn nix mehr geht, hole Dir Hilfe! Die meisten Kinder haben Väter. Der kann auch mal übernehmen, man kann sich abwechseln. Es gibt Freunde/ Großeltern, die auch mal übernehmen können. Und dann mach‘ keinen Haushalt, sondern geh schlafen, in die Badewanne oder einfach spazieren. Tu‘ Dir was Gutes!

Deine Bea.

P.S.: Wie der Name ja schon sagt, ist dies kein Erziehungsratgeber, sondern ein Bericht mit Tipps, die ich selbst ausprobiert und erlebt habe. Nimm es mit Humor, mach Deine eigenen Erfahrungen. Einen „Erziehungs-Stil“ habe ich nicht. Ich handele nach Bauchgefühl und wachse mit den Kindern.

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Zum Weiterlesen: https://mein-erziehungsratgeber.de/blog/ Und von mir: https://mamabeasblog.de/2018/01/24/schnuller-schlafen-stillen-mehr-mut-zur-gelassenheit/

20 Kommentare

  • Mo

    Liebe Bea,

    ach, was musste ich eben herzlich lachen. Mir ging das mit dem Wochenbett genau wie dir. Ich wusste auch nicht, dass wir Frauen da so lange nach der Geburt so vor uns hin bluten. Ich hab es gehasst. Es war, als müsste ich jeden verdammten blutfreien Monat aus der Schwangerschaft im Nachhinein nachholen. Das war echt Sch***.
    Tja, das mit dem Haushalt musste ich noch lernen. Als das Kind schlief habe ich die Wohnung gewienert. Erst als mich damals die betreuende Hebamme mal so richtig auf den Pott gesetzt hatte, habe ich es gelassen. Und siehe da, wir leben noch.

    Ich freue mich auf weitere Beiträge zu deiner Reihe.

    Liebe Grüße
    Mo

  • Mandy

    Deine Einleitung (Vorstellung von der Zeit mit Baby) finde ich gut…Kenne ich auch…Ich wollte mein Kind stillend, Leitungswasser trinkend, pünktlich schlafen gehend und natürlich sehr konsequent erzogen aufwachsen lassen. War mein erstes und ich habe in der Schwangerschaft so ziemlich jeden Elternratgeber den ich bekomme konnte gelesen und daraus meine idealen Erziehungspläne abgeleitet…
    Naja, die Realität sah dann anders aus. Ich möchte keinen Tag missen, alles richtig gemacht.
    Liebe Grüße Mandy

    • Mamabeasblog

      Genauso ist es! Ich hab auch gelesen wie ne Verrückte und alles, aber auch ALLES besser gewusst wie alle! Nun ja, wurde ja eines Besseren belehrt.

  • Katharina

    Hallo Bea

    oha, das erste Jahr – das war was. Ich habe auch darüber gebloggt – als Reihe über die 10 Sprünge. Wobei ich den 10. nie beschrieben habe, denn irgendwie hat sich das alles langsam gelegt und relativiert, was in den ersten Wochen noch für Sorgen und schlaflose Nächte taugte…
    Eine schöne aber auch so müde Zeit!

    Viele Grüße,
    Katharina (von. http://www.windelnundworkouts.de)

  • Julia

    Hi

    ich lese gerne bei dir. Dein still ist erfrischend und hat viel Wahrheit. Auf deine lustige Art. Mach weiter damit.
    Hoffe das deine Jungs dich ab und zu zur Ruhe kommen lassen.

    Gruß
    Julia

  • Cornelia

    Ach herrje, bei uns ist das schon so lange her – die Kinder sind inzwischen selbst Eltern. Vieles vergisst man einfach – bei manchen deiner Zeilen musste ich direkt schmunzeln. Und nein, von mir kommt auch kein Rat für junge Eltern. Jeder muss seinen eigenen Weg finden und ich weiß noch ganz genau, wie sehr ich es gehasst habe, wenn ich so Ratschläge bekam, die mit „Du musst mal … “ begannen.

  • Sandra

    Das hast du toll (be)schrieben. Ich habe ähnliche Erfahrungen gemacht und teile deine Gedanken. Was früher und auch heute noch gleich ist: irgendwie hat man immer ein schlechtes Gewissen zu haben, wenn man nicht so perfekt ist. Hat mich nie sonderlich gestört. Und würde es heute wohl noch viel weniger
    Herzliche Grüße an Dich
    Sandra

  • Jana

    Ich mag deine erfrischend ehrliche Art zu schreiben, da muss ich an manchen Stellen wirklich schmunzeln. Ich weiß auch nicht mehr, wie ich die ersten Wochen und Monate halbwegs fit überstehen konnte. Wenn ich schlafen wollte, ging das Geschrei los. Aber ich hab sie groß bekommen und nun bin ich traurig, dass die Zeit schon so lange hinter mir liegt!

    Liebe Grüße
    Jana

    PS: Ich freue mich auf die Fortsetzung!

  • Miriam

    Haha, mein erster Gedanke, als ich die Überschrift gelesen habe, war auch: Da muss man doch gar nicht erziehen. Aber wie du schön darstellst, gibt es da doch schon einiges zu beachten. Sicher nicht einfach, sich in diese neue Rolle einzufinden.

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