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Mein Leben mit einer Histaminintoleranz

//Enthält WERBUNG// Mir ging es jahrelang schlecht. Ich schob es auf meinen Zyklus. Auf das Saxofonspielen. Auf Eisen. Ich wusste nicht, was ich habe. Ich ging zu Ärzten, was für mich allerdings sehr untypisch ist und auch dafür spricht, dass es mir WIRKLICH schlecht ging. Denn – normalerweise vermeide ich Ärzte. Damit ging die Reise los. Die Reise, was ist los mit meinem Körper.

Mein Leben mit einer Histaminintoleranz

Irgendwann war für mich einfach Schluss! So ging das nicht weiter. Ich konnte schon seit ca. 2 Jahren die Schuhe nicht mehr zumachen ohne einen Krampf zu bekommen. Die Ärzte verstanden mich nicht. Nicht mein Bauch hat gekrampft wie bei Regelbeschwerden oder eben Durchfall. Sondern meine Bauchmuskeln und zwar die oberen. Die, die über dem Zwerchfell liegen.

Beim Saxofonspielen benutzt man weniger die Lungenatmung, das wäre auch megafalsch und noch dazu gefährlich, sondern die Zwerchfellatmung. Das habe ich gelernt und auch immer darauf geachtet. Ich hatte echt super Saxofonlehrer (ein großes Lob an dieser Stelle!). Dadurch haben sich bei mir Muskeln gebildet, sah vielleicht bisschen komisch aus, aber ist halt so wenn man ein Instrument mit Leidenschaft spielt. Dass genau diese Muskelgruppe krampfte wenn ich mich nach unten bückte wurde erst mit dem Saxofonspielen in Verbindung gebracht.

Beim Saxofonspielen hatte ich die Krämpfe allerdings nicht.

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Die Ärzte verstanden mich nicht.

Sie dachten, ich hätte Muskelkater. Oder es wäre garnicht so schlimm wie ich es schilderte. Es war aber echt oft unerträglich. Und ich bin kein Weichei. Ich habe 2 Kinder auf natürlichem Wege bekommen. Ohne Schmerzmittel. (Damit will ich nur betonen, was ich für ne harte Nuss bin und niemanden verurteilen, der Schmerzmittel bei einer Geburt brauchte!)

Die Krämpfe kamen immer wieder. Wenn ich den Hund anleinte. Aber auch manchmal einfach so. Diese Krämpfe waren so heftig, dass ich kaum noch atmen konnte und dauerten auch eine Weile an. Durch Massieren mit den Händen löste sich langsam der Krampf.
Ein organisches Leiden wurde durch viele Untersuchungen ausgeschlossen. Ich bekam Magnesium, dass allerdings überhaupt nichts brachte. Und so vergingen 2 Jahre. Immer mal wieder Untersuchungen, immer mal wieder kam nichts heraus. Darm okay. Ist halt so. Wahrscheinlich ist nichts.

Hmmm

Endlich Hilfe!

Letztes Jahr zur Heuschnupfenzeit bin ich, weil ich ja heftige Allergikerin bin, mal zu einem Allergologen gegangen, denn ich wurde bis dahin immer von der Hausärztin behandelt, meist mit Cortison. Das wollte ich aber nicht mehr, ich wollte, dass mir geholfen wird, nicht nur kurzfristig.

Mir wurde natürlich ein Allergie-Test gemacht, bei dem herauskam, dass ich echt gegen viel allergisch bin. Und nicht nur ein bisschen. Ich bekam ein neues Anti-Histaminikum und ein Asthma-Spray ohne Cortison. Damit geht es mir nun endlich gut in der „heißen“ Phase. Aber darüber wollte ich hier nicht schreiben.

Mir geht es heute ums Histamin.

In der Praxis hatte ich einen heftigen Krampf in der oberen Bauchmuskulatur. Mein Arzt (er ist wirklich eine Koryphäe in seinem Bereich) sah dies und nahm mich nocheinmal mit ins Sprechzimmer. Ich erzählte ihm von meiner Ärzte-Odysee und dass ich gesund sei. Er lachte und sagte, nein, das sind Sie nicht, denn sonst hätten Sie keine Krämpfe.

Er untersuchte mich, ich schilderte meine Symptome und er sprach gleich von einer Histaminintoleranz. Ich wusste bis dato nicht, dass es das gibt.

Was ist Histamin?

Histamin ist ein Naturstoff, der im menschlichen oder tierischen Organismus als Gewebshormon und Neurotransmitter wirkt und auch im Pflanzenreich und in Bakterien weit verbreitet ist. Beim Menschen und anderen Säugetieren spielt Histamin eine zentrale Rolle bei allergischen Reaktionen und ist am Immunsystem, d. h. an der Abwehr körperfremder Stoffe, beteiligt. So dient es als einer der Botenstoffe in der Entzündungsreaktion, um eine Anschwellung des Gewebes zu bewirken. Auch im Magen-Darm-Trakt, bei der Regulation der Magensäureproduktion und der Motilität sowie im Zentralnervensystem bei der Steuerung des Schlaf-Wach-Rhythmus und der Appetitkontrolle wirkt Histamin als wichtiger Regulator. (Quelle: Wikipedia)

Das bedeutet, dass jeder Mensch Histamin im Körper hat.

Was ist eine Histaminintoleranz?

Histaminintoleranz, auch Histaminunverträglichkeit genannt, ist der Zustand, wenn zu viel Histamin im Körper ist und folglich Probleme auftreten. Histamin ist ein biogenes Amin und ein sehr wichtiger Stoff, der im Körper vorkommen muss und dort wichtige Aufgaben erfüllt. Besteht aber ein Ungleichgewicht, so kann es zu Problemen kommen. Das nennt man dann Histaminintoleranz. Dieses Ungleichgewicht kann durch eine verringerte Aktivität des Enzyms Diaminoxidase (DAO), sowie durch erhöhte Aufnahme von biogenen Aminen durch die Nahrung, durch Produktion biogener Amine von körpereigenen Darmbakterien und durch externe Inhibitoren (also Hemmstoffe) Symptome wie Hautrötungen, Bauchschmerzen, Durchfälle, usw. verursachen. Wobei nicht alle diese Auslöser zeitgleich auftreten müssen. Das Symptomspektrum ist dabei sehr variabel.

Nun ist es schwierig, das zu diagnostizieren. Erst einmal galt es, herauszufinden, ob ich es habe, danach woher es kommt. Mein Weg war, mit dem Arzt abgesprochen, einen Selbsttest zu starten. Ich rate allen ab, dies auf eigene Faust zu machen! Das kann böse enden!
Mein Arzt gab mir eine Liste mit histaminreichen Lebensmitteln. Diese findet Ihr hier

Beim nächsten Einkauf kaufte ich nun ein paar Dinge dieser Art, auch wenn diese Mahlzeit recht „eigenartig“ wurde. Es gab also Sauerkraut mit gereiftem Schinken, dazu Parmesan. Rotwein rundete die Geschichte ab. Ich musste garnicht viel essen davon. Nach 2 Gabeln Sauerkraut gingen direkt die Krämpfe los (wie oben beschrieben), nachdem ich ja übertreiben wollte, aß ich noch etwas Schinken, was mir den Weg zur Toilette bescherte, denn mein Körper wollte alles loswerden.

Ich spürte richtig, wie mir mein Körper den Vogel zeigte!

Meinen heißgeliebten Rotwein trank ich ja dazu. Schön, Dich wiederzusehen!

Mir ging es also recht schlecht.

Mein Arzt gab mir hochdosiertes Vitamin C, um die Symptome durch diese „Aktion“ zu mildern. Hat echt funktioniert. Auch das: Lasst es sein ohne ärztlichen Rat!

Eine Darmuntersuchung fand statt, meinem Darm ging es gut. Woher meine Histaminintoleranz kam, war und ist ein Rätsel. Es wird angenommen, dass es eine DAO-Abbaustörung ist. In meinem Blut wurde auf alle Fälle ein viel zu hoher Wert von Histamin festgestellt. Da mein Körper also zuviel schon drinnen hat, kann das, was dazu kommt, nicht verarbeitet werden und führt bei mir zu diesen Reaktionen. So hab ich das verstanden.

Nur – warum ist das so bei mir?

Es kann in der Vergangenheit liegen. Ich hatte mal eine Eßstörung. Jahrelang. Ich habe nie gelernt, „normal“ zu essen. Es war eine harmlose Form der Magersucht, aber es war eine Eßstörung, egal wie wir es heute nennen. Da ich schon immer hormonell verhütet habe, kann das mit ein Grund sein, sowie häufige Einnahme von Antibiotika. Auch meine häufige Einnahme von Anti-Histaminika kann ein Grund sein, denn ich unterdrückte damit ja Histamin seit Jahren. Was sag ich, seit Jahrzehnten.

Was sind die Maßnahmen?

Vermeidung. Ich versuche histaminhaltige Nahrungsmittel auszulassen. Und probiere aus, was geht. Ich reagiere zum Glück auf echt wenige Dinge so heftig, ich kann also von vielem ein bisschen essen, manches sogar ganz, was andere nicht können. Ein Glas Sekt ist bei mir noch drin, da sind sicher einige echt neidisch drauf. Was ich echt vermisse ist Salami, geräucherter Schinken und Camembert. Was es bei mir wirklich schwierig macht mich noch normal zu ernähren, ist, dass ich auch auf einige Lebensmittel allergisch reagiere oder eben eine Kreuzallergie habe.

Äpfel gehen zum Beispiel nicht, was für eine Histaminintoleranz gut wäre, da es wie ein natürliches Anti-Histaminikum wirkt.

Ich nehme nach Arztanweisung hochdosiertes Vitamin C und versuche natürliche Anti-Histaminika. Ansonsten gilt halt, testen was geht. Das kann mich auch mal einen Tag aus der Bahn werfen. Zum Glück gibt es ja die sozialen Medien mit vielen Menschen mit Histaminintoleranz. Dort kann ich mir Rezepte holen und mich austauschen. Das nutze ich echt gerne.

Eine Histaminintoleranz kann auch andere Symptome und Ursachen haben. Ich wusste zum Beispiel nicht, dass ich einen zu hohen Anteil Wasser im Körper habe und nicht wirklich Übergewicht. Das ist auch meiner Histaminintoleranz zuzuschreiben.

Wenn Ihr also den Verdacht habt, eine Histaminintoleranz zu haben, dann lasst Euch von den Ärzten nicht abwimmeln. Ihr werdet den Arzt finden, der sich damit auskennt. Macht keinen Test auf eigene Faust. Das hätte ich auch nie getan.

Habt Ihr Interesse an histaminarmen Rezepten? Dann würde ich darüber weitere Beiträge schreiben.

Ich wünsche allen Beteiligten, dass Ihr lernt, gut damit zu leben, und alle, die gesund sind, es zu genießen, weil ich echt stark eingeschränkt bin. Und nun hoffe ich, ein bisschen Licht ins Dunkel zu bringen. Denn eine Histaminintoleranz ist immer noch sehr unbekannt. Es wurde eine Tendenz entdeckt, dass es oft Frauen ab dem 40. Lebensjahr betrifft, so wie mich. Aber das heißt nichts. Es kann jeden treffen. Deshalb hoffe ich, mit meinem Beitrag Mein Leben mit einer Histaminintoleranz aufzuklären.

Eure Bea.

50 Kommentare

  • bidiliswelt

    Hallo Beate!
    Wow, ich musste mich grad erst mal in ruhe aufs Sofa packen und den Text lesen.
    Denn ich finde das Thema sehr interessant.
    Ich selber leide unter Morbus Crohn. Also im Moment geht es mir gut, je nachdem was ich esse und was mein Stressfaktor gerade so macht, kann es auch anders sein. Aber ich bin seit einer Darm OP in einer Schubfreien Phase und das reicht mir. Bei mir hat es auch ewig gedauert bis wir raus gefunden haben, was ich habe und warum es mir immer schlecht ging. In dem Fall waren es die Magenkrämpfe und noch einiges mehr.
    Selber denke ich immer: es gibt schlimmeres und man kann lernen damit zu Leben.
    So viel wollte ich gar nicht schreiben, ich wünsche dir alles gute, auch mit dieser blöden Krankheit.
    Beste Grüße Sabrina

    • mamabeaslittleblog

      Morbus Crohn war bei mir auch ein Verdacht. Hat sich aber nicht bestätigt. Genauso wie eine Zöliakie. Deshalb sagte man dann einfach, ach, sie ist gesund. Punkt.

    • J. Kleeberg

      ich habe mal jemanden mit Morbus Crohn kennengelernt. Er meinte gerade behandelte Lebensmittel wären eine Katastrophe für ihn. Was wurde bei der Darmop gemacht? Musst du Medikamente einnehmen? Ich sehe öfters Leute die eine spezielle Infusion bekommen. lg

      • bidiliswelt

        Bei mir war die Darm Op, es wurde der entzündete Teil entfernt (25cm) und seit dem geht es mir eigentlich recht gut. Tabletten muss ich auch nehmen, aber mit etwas Gück kann ich diese sogar bald absetzetn. Toi Toi Toi. Es gibt leider auch viele Menschen die sehr und der Krankheit leiden.

        • J. Kleeberg

          naja ne Darmop ist ja wirklich nicht zu unterschätzen. Was ist in den Tabletten? Ist die Op schon länger her? Morbus Crohn verläuft auch in Schüben oder? Ich selber habe neben der Histamintoleranz MS, kann also ein Lied davon singen, bzgl. Toi Toi Toi, das können wir alle brauchen:)

  • Diana

    Das war sehr spannend. Danke für diesen sehr wichtigen und aufklärenden Post. Der hilft vielen sicherlich weiter und auch ich bin jetzt für das Thema sensibilisiert. Da ich ja auch die nächsten Jahre 40 werde und du schreibst, dass es eine Tendenz gibt, dass es Frauen ab 40 häufiger trifft, werde ich das im Hinterkopf behalten. Es tut mir echt leid, dass du so eine lange Leidensgeschichte hast und es so lange niemand erkannt hat.
    Liebe Grüße,
    Diana

  • sonjamarisa

    Liebe Bea,
    das lässt mich auch nachdenklich werden. Habe selber viele Probleme mit Allergien und Asthma und auch bei nem Allergietest mal die Aussage bekommen, dass ich allein aufs Histamin reagiere. Und ich hab ständig Wassereinlagerungen… auch ohne Schwamgerschaft… ich werde das auf jeden Fall nochmal verfolgen. vielen dank für deine Offenheit!

    • mamabeaslittleblog

      Beim Allergietest habe ich auf die Nadel allergisch reagiert… es gibt echt Sachen, das glaubt Dir erstmal so keiner 🤷🏻‍♀️ Die Wassereinlagerungen machen bei mir manchmal Schwankungen von 3 Kilo auf der Waage.

      • sonjamarisa

        Jep. das kenn ich auch. Pro Tag 3 Kilo rauf oder runter… mir wurde beim allergietest auch gesgt, ach das eine da oben sei nur der kontrollpunkt, da gehts nur um histamin… grübel.. der war aber richtig dick. ich wollte eh bei meinem jetzigen arzt mal nen neuen check machen. da werd ich das mal ansprechen…

        • mamabeaslittleblog

          Beim Test sind es 2 Kontrollpunkte, der eine ist Histamin, da reagiert man IMMER drauf, der andere ist’s Kochsalzlösung, da sollte nix kommen. Waren bei mir gleich dick 😂 Weil ich ja auf die Nadel reagiert hab.

      • J. Kleeberg

        ja die Wassereinlagerung;) ist ne Zyklussache, sich also nicht wegen dem Gewicht fertig machen. Die Waage hat nicht immer recht. lg

  • FiosWelt

    Mein Vater hat das auch, daher muss es gar keiner deiner Gründe sein, warum du es hast. Keine Ahnung woran das liegt, aber ich glaube nicht, das man eine Intolleranz beeinflussen kann. Ich denke aber, dass du damit auf lange Sicht sicher gut leben kannst, vor allem, wenn man weiß was man hat und endlich etwas dagegen tun kann. Ich muss aber zugeben, dass ich trotz meiner Laktoseintolleranz immer mal wieder gerne Milch trinke und dann Magenkrämpfe habe^^ Ich kann mich also nicht immer beherrschen, aber es ist bei mir glücklicherweise auch nicht lebensbedrohlich.
    Liebe Grüße
    Fio

    • mamabeaslittleblog

      Schön, dass Du auch so unvernünftig bist wie ich… ich esse manchmal halt auch was, was ich eigentlich weiß, dass es nicht geht. Allerdings gibt es einiges, was auf garkeinen Fall geht (Sauerkraut und Salami in meinem Fall), das kann mich auch ins Krankenhaus bringen. Aber ich kann echt gut leben. Lieben Gruß an Deinen Papa.

    • J. Kleeberg

      gut Leben mit Histamin, ja kann man ist in unseren Breiten kein Problem. Es gibt genügend frische Lebensmittel, es ist halt Arbeit, denn tägliches Kochen ist schon Pflicht. Immerhin lebt man so gesünder;) Laktoseintoleranz! Ich liebe Latte mit Milchschaum, welche Alternative nimmst du her, Hafer- Sojamilch? lg Julia

    • J. Kleeberg

      man kommt bei Histamin wirklich nur schwer darauf, testen inzwischen alle Allergiezentren auf Histamin ? Bei mir gab es damals nur ein Zentrum. Ich weiß davon seit über 10 Jahren und ernähre mich halt dementsprechend bewusst. Verzeih mir Bea ich habe damit FiosWelt (Laktoseintoleranz) gemeint und das mit der Darm Op bidilis Welt (Morbus Crohn). Lg:)

      • mamabeaslittleblog

        Alles gut, habs gemerkt. Bei uns gibt es kein Allergiezentrum, zumindest nicht, dass ich wüsste. Mein Allergologe hat mich auch nicht auf Histamin „getestet“, das habe ich ja selbst getan. Und damit bin ich ja in Behandlung bei meiner Allgemeinmedizinerin, allerdings hat diese nun die Diagnose von mir. Danach folgten die Untersuchungen bei ihr, also Blut, Urin und Kot. Ultraschall hat mein Gynälologe gemacht. Also ich hatte einfach einen Rundumcheck mit dem Wissen, dass eine Histaminintoleranz vorliegt.

        • J. Kleeberg

          das Histamin im Gespräch ist, ist ja noch gar nicht so lange um die 10-12 Jahre. Histamingehalt kann im Blut nachgewiesen werden, würde reichen. Der Spiegel kann dann recht genau bestimmt werden. In erster Linie muss man sich aber eh selber diagnostizieren, war bei mir auch so. Es war nur nochmal eine Bestätigung, dass es keine Einbildung ist. Ja es gibt sehr wenige die den Check auf Histamin machen, in ganz Österreich waren es 1-2. Wie es jetzt ist weiß ich nicht. Literatur gab es insgesamt 2-3 Bücher, jetzt ist der Markt plötzlich voll damit. Habe gerade nachgeschaut;) und selbst überrascht. Ich lebe schon so lange damit- vieles ist einfach nur mehr Routine. Nimmst du Daosin? Einige soll es helfen, ich selber nehme nichts, passe lieber auf die Ernährung auf. Ist auf Dauer besser.

          • mamabeaslittleblog

            Ich nehme nichts derzeit, ab und zu hochdosiertes Vitamin C, aber unter ärztlicher Kontrolle. Wenn mein Heuschnupfen so arg ist nehme ich ja ein Anti-Histaminikum, das senkt den Spiegel ja auch.

  • liebeskind88

    Es ist einfach immer traurig wenn Ärzte meine es wäre nicht so schlimm. Ich wurde mal 8 Wochen aus einen Bandscheibenvorfall behandel, musste ewig lange auf einen MRT Termin warten und als die Bilder da waren, war es gar kein Bandscheiben Vorfall. Der Orthopäde sagte dann zu mir ist solle mal eine iboprofen gegen die Schmerzen nehmen und dann würde das schon gehen. Das ich bis dato aber schon x Packungen verbraucht hatte, wollte er mir nicht glauben. Schlussendlich bin ich zu einem Wirbelsäulenspezialisten gegangen, der feststelle das ich eine Entzündung zwischen den Lendenwirbeln hatte. 2 Tage später bin ich operiert worden und seit dem habe ich keine Schmerzen mehr. Was das allerdings für eine rattenschwanze hinter sich herzog, kann ich kann nicht alles in Worte fassen.
    Viele Grüße Anja

    • mamabeaslittleblog

      Ach du meine Güte! Das ist ja auch schlimm. Schön, dass es Dir jetzt gut geht. 👍🏻 Das freut mich sehr!

  • J. Kleeberg

    Hallo Bea:) Ich kann ein Lied von Histaminintoleranz singen;) Jahrelange Erfahrung damit und es hat ewig gebraucht bis ich darauf gekommen bin. Einmal landete ich in der Klinik weil es immer schlimmer wurde, das hatte noch andere Ursachen, aber Histamin spielte auch eine Rolle. Dann bin ich irgendwie darauf gekommen, habe mich testen lassen. Der Spiegel war viel zu hoch. Darauf habe ich 2 Monate strickte Diät gehalten. Das verbesserte einiges. Ich bekam vor allem sehr viele Entzündungen in den Gelenken, Übelkeit, Flushs, Darmprobleme usw usw… . Mittlerweile lebe ich viele Jahre damit ganz gut. Mit Essen gehen ist zwar nicht viel, aber ich kann ganz gut kochen. Vor allem frische Nahrungsmittel sind ja das A und O, nicht doppelt erhitzen, nicht fermentiert, und noch weitere Punkte. Wie lange weißt du denn bereits von deiner Intoleranz, und hast du noch Beschwerden? Lg Julia

    • mamabeaslittleblog

      Seit einem Jahr jetzt und seit ich erstmal wie Du ne Diät und ne Darmsanierung gemacht und nun das „Böse“ weggelassen habe, geht es mir gut. Trotzdem teste ich immer mal, was geht und da kann es mir halt auch mal schlecht gehen. Da sieht man wieder, jeder kann andere Symptome haben.

      • J. Kleeberg

        gerade die Additionsregel bei Histamin macht die Krankheit so schwierig? Wie geht es dir damit. Erst Tage später ging es mir schlecht, Übelkeit und ständig WC rennen. Manche Lebensmittel die auf der Liste stehen finde ich wieder nicht so schlimm, z.B. esse ich inzwischen auch wieder Ananas und ein wenig Sojasauce. Aber wo ich mich wirklich strikt daran halte, ist keine Zitrusfrüchte (bekomme Schmerzen wie Muskelkater), Tomaten (Kopfschmerzen), nichts stark behandeltes, kein Glutamat usw.. eben immer selbst kochen und viel Rohkost. Wenn ich wirklich mal woanders etwas esse, muss ich Kompromisse eingehen und am nächsten Tag dann wieder strikter leben. Schoki geht übrigens auch immer:) hätte jetzt nicht gemerkt, dass das so schlimm wäre. Lg Julia

        • mamabeaslittleblog

          Bei mir kamen die Symptome, also die Krämpfe immer erst 2 Tage nach Verzehr. Das dann in Verbindung zu bringen ist ja echt schwierig. Einige Dinge (Ananas und so) kann ich dank Allergien nicht essen. Eigentlich bleibt bei mir nicht viel übrig 🤷🏻‍♀️ Zumindest gesunde Sachen sind wirklich schwierig. Und alles andere- frisch kochen, aufgewärmtes kriegen die Kinder, Reste der Hund. Wir haben da nen guten Plan.

  • busymamawio

    Unfassbar, aber das ist wie mein Frauenarzt bei dem letzten Ultraschall sagte: es gibt nichts, das es nicht gibt.
    Was es aber noch mehr gibt, sind Ärzte, die sich einfach nicht für ihre Patienten interessieren. Und diese gibt es einfach immer mehr. Aus dem Grund wechselte ich auch mitten in der ssw den Frauenarzt, weil ich einfach nicht damit klar kam, am Band abgefertigt zu werden und next one. Dafür bezahlen wir einfach zu viel Geld!

    • mamabeaslittleblog

      An Histaminintoleranz denkt halt noch keiner, vorallem wegen meinen merkwürdigen Krämpfen. Sie verstanden mich auch einfach nicht, dachten es wäre wie Magenkrämpfe, aber es war ja der Muskel. Wie bei einem Wadenkrampf.

  • Röttchen

    Ähnliches bei mir. Jahrelange Ausschläge an Fusssohlen, Kniebeugen und an den Handflächen. Neurodermitis – is halt so, so die Ärzte. Nach einer zufälligen „Begegnung“ eines Allergologen kam heraus – jahrelange Übresäurung und eine Histamin Intoleranz. Heute, wenige Jahre nach der richtigen Diagnose bin ich frei von Ausschlägen. Sogar ab und an ein Glas Rotwein wird vom Körper akzeptiert. Kann also nur beipflichten!

  • Kim

    Mir war das bis vor kurzem auch noch unbekannt. Leider ist jetzt auch eine sehr gute Freundin davon betroffen, weshalb mich das natürlich auch interessiert. Vielen Dank für die Aufklärung 🙂 Liebe Grüße Kim

  • L♥ebe was ist

    ein wahnsinnig toll geschriebener Berciht meine liebe Bea!
    mit Allergien und Intoleranzen kenne ich mich ja leider aus eigener Erfahrung aus … gerade, wenn etwas unbekannt ist oder nicht so leicht erkannt werden kann, stiegt der Leidensdruck ja noch viel mehr, weil dir niemanden sagen kann was du hast – und irgendwann hat man das Gefühl „verrückt“ zu werden!!!
    und das alles wegen eines winzigen Gewebehormones 😉
    liebste Grüße auch,
    ❤ Tina von liebewasist.com
    Liebe was ist auf Instagram

  • LinnisLeben

    Hallöchen,
    ich finde es echt klasse, dass du darüber berichtest. Seit ein paar Jahren weiß ich nun, dass ich eine Sorbitintolleranz habe und aus diesem Grund kenne ich es auch, dass man zum Arzt fährt und erstmal nichts dabei rumkommt. Mittlerweile geht es mir besser, aber nicht noch nicht gut und bin aus diesem Grund auch wieder in Behandlung, bei der wir aber auch nicht schlauer werden.
    Liebst Linni
    http://www.linnisleben.de

    • mamabeaslittleblog

      Das kenne ich garnicht. Ich hoffe, Sie können Dir bald helfen. Intoleranzen sind für nix gut, einfach fies! 😔

  • Tama

    Ist ja krass. Ich hab von Histaminintoleranz zwar schon mal was gehört, konnte mir bis jett aber nix drunter vorstellen.
    Allergien und Intoleranzen sind mir bei mir keine bekannt und da bin ich ganz schön froh drum.
    Die Intoleranz gepaart mit den Allergien stell ich mir auch richtig schwer vor in der Ernährung umzusetzen.
    Liebe Grüße,
    Tama <3

  • Tabea

    Liebe Bea,

    wie gut, dass Dir dann doch endlich ein Arzt helfen konnte! Aber wirklich krass, das da nicht schon vorher ein Fachmann drauf gekommen ist. Das ganze war ja zu lesen wie ein Krimi! Wirklich gut, dass es Dir jetzt besser geht und Du einen Weg gefunden hast, damit zu leben.

    Ganz liebe Grüße,

    Tabea
    von tabsstyle.com

  • Avaganza

    Ein guter Post zu einem wichtigen Thema – das Problem bei diesen Dingen ist leider immer dass viele Ärzte damit nichts anfangen können. Da ist es wichtig einen guten Arzt zu finden, der den Problemen auf den Grund geht. Alles Gute wünsche ich dir!

    lg
    Verena

  • Julia Piotrowski

    Hallo…
    Weiss jemand was für ein athemspray verwendet werden darf…meine Tochter hat ziemlich sicher histamin und schon etwas Atemnot…..
    Der Notfallsspray ist aber mit Zitronensäure also nö…..
    Welcher spray geht den da ohne Probleme
    Danke lg july

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