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Urlaub 2017 – Kreta

Die Welt ist ein Buch – Wer nie reist,  sieht nur eine Seite davon                    (Augustinus Aurelius)

Irgendwie isses wohl WERBUNG//

Wir planten unsere Reise spontan – das ist das mit der Selbstständigkeit – die Finanzen müssen stimmen und der Zeitpunkt muss passen. Als die Planung losging gab es wenig Kriterien: Sonne, Strand! Egal wo! Nur nicht Ägypten oder Deutschland… warum? In Hurghada waren wir vor 2 Jahren und Deutschland kennt mein Mann in- und auswendig! Ist ja so ein Küstenkind! Wir wollten was Neues…
Nach bisschen umschauen und vergleichen entschieden wir uns für Kreta. Da war ich schon einmal – allerdings vor 22 Jahren. Seitdem hat sich Einiges verändert. Meiner Meinung nach zum Positiven.

Koffer waren schnell gepackt –  kurzen Abstecher zur Hausärztin weil ich eine Blase am Fuss hatte – und los ging das Abenteuer…

Der Flug war sehr angenehm, nur 2,5 Stunden, das hält man gut durch. Vorallem nachdem Ella, ein völlig verwöhntes 3-jähriges Gör, endlich aufhörte ihre spitzen schrillen Schreie wenn sie nicht SOFORT ihren Willen gekriegt hat, von sich zu geben. Als Kreta zu sehen war… die Küste, diese raue Insel, … magisch!

Beim Aussteigen aus dem Flieger kam ich mir vor wie ein großer Star…

man steht oben an der Treppe, schaut aufs Fussvolk, die Welt liegt zu Füßen! Frau von Welt! Naja… Sidecut und Wind ohne 3-Wetter-Taft! Eine gemeine Mischung! Schwupp ging auf der Treppe der Vorhang zu! Mit Handgepäck und drängelnden Mitreisenden im Nacken – schon war das Star-Gefühl weg. Ich stolperte die Treppe runter, dank meiner Blase am Fuß in flachen Schuhen, ließ sämtliches Handgepäck fallen und blamierte mich *hüstel*

Im Flughafen konnte ich mich wieder sammeln, die Koffer kamen zügig und nun Transfer zum Hotel. Nur 5 Kilometer entfernt! Gute Planung!
Allerdings: Wo ist der Bus? Warum steht da niemand mit unserem Namen auf dem Schild und erwartet uns sehnsüchtig?

Jaaa, Mama Sparfuchs hat Transfer gebucht…

ein Taxiunternehmen allerdings, naja, dachte ich, besser als Bus, pah, Fußvolk, ich steh über Euch, ICH fahre Taxi! Jaha! Allerdings stehen an dem Flughafen in Heraklion „diese“ Taxen nicht am Eingang… nein, wir hätten locker zum Hotel laufen können! Am Ende vom Flughafen stand dann unser Taxi. Und da ich ja typisch deutsch bin, hatten wir natürlich keine kleinen Koffer – na hört mal, eine Woche Kreta, da weiß man ja nie, ob das Wetter umschlägt! So ne Allwetterjacke braucht Platz! Außerdem hatte ich Schuhe für alle Lebenslagen dabei. Und das Tauchequipment! Das sollte jetzt in den Kofferraum… kein Van, ein normaler PKW. Zum Glück hatte der Taxifahrer genug Seil dabei und fuhr einfach mit offenem Kofferraum… geht doch!

Nach einer typisch griechischen Fahrt (da kommen einem 5 Kilometer wie 50 vor) kamen wir über ein paar Hintergäßchen am Hotel an. Genau wie in der Beschreibung! Klein, familiär, super. Das Zimmer war noch nicht fertig, also ab an den Pool und direkt ans Meer! Das Hotel hatte Strandlage, es war nur eine Straße dazwischen. Aber war okay… life is better at the beach! Superschöner Sandstrand, schöne Wellen, Meeresrauschen. Sohn Nummer 1 stürzte sich samt Klamotten in die Fluten! Was ist der auch immer so impulsiv! Tropfend und matschig kamen wir zurück zum Hotel und hinterließen unsere Spuren.

Es war ganz klar der Tag der langen Wege…

unser Zimmer lag am hintersten Gebäude, dafür aber ruhiger wie die anderen. Im Hotelgarten lagen überall Katzen zur Freude unseres jüngsten Sproßes! Tierliebhaber halt. Die Katzen sahen alle gepflegt und wohlgenährt aus, ich hatte als Tierheilpraktikerin da gleich ein Auge drauf!

Familienzimmer – nun ja, Madame Sparfuchs hat zugeschlagen! Ein Miniraum, 4 Betten, ein viel zu kleiner Schrank, fertig! Zum Glück sind wir nicht sehr anspruchsvoll! Ein Bad in dem man sich nicht umdrehen kann, aber ausreichend! Zur Freude unserer Kinder mit Springbrunnen in der Mitte aus dem Boden wenn einer duscht! Ach, woanders ist es doch egal!

Nach einem leckeren Mittagessen mit viel Zaziki, Schafskäse und Knobi war dann Schluß mit der Ruhe am Pool! WIR sind da! Mama_beas_little_pool. Oder so. Naja, ich denke, man hat sich gefreut, dass wir NUR eine Woche da waren, denn laut können wir! Wild auch! Und ganz viel nass!



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Aus einer Blase wurden immer mehr,

es ist das eingetreten was die Ärztin prophezeit hat, sie infizierten sich. Ich desinfizierte und schonte so gut es ging. Aber humpeln war mein Urlaubs-Alltag. Und Flip Flops… ich beneidete alle um ihre hohen Hacken, wo ich doch Tussi-Schuhe so liebe! Außerdem machen sie dünnere Beine und verändern die Körperhaltung – Ihr wisst schon, wie ich gelitten habe, ne?

Das Pubertier war auch toll drauf, entweder versuchte er sich vor den Mädels zu zeigen, ja, einen Pool-Prolo gibts immer, vor den anderen Jungs als Platzhirsch aufzuführen und aller Welt zu zeigen, wie rotzig er sich uns gegenüber benehmen kann… herrlich! Ausserdem durfte jeder seine Musik geniessen… warum sollen nur wir leiden? Geteiltes Leid und so.

Der Kleine hatte riesigen Spaß – am Zicken wenn es nicht nach seinem Kopf ging! Das Essen hat ihm nie geschmeckt (obwohl es immer gut und auch die Auswahl super war) und dann kam eine Ohrenentzündung dazu – besser kann es doch nicht mehr werden!

Oh doch…

denn sie haben die Rechnung ohne die Mama Bea gemacht! Die hat nämlich auf solchen Inseln mit ganz viel Geschichte und Mythologie immer solche Anwandlungen unbedingt Kultur in den Urlaub zu kriegen! Humpelfuß hält sie nicht auf! Also wurde ein Auto gemietet, das Navi angeschmissen und los gings. Als das Gerät sagte, wenn wir parken würden und 400 Meter den Berg hochsteigen, dann wäre da Knossos… waren wir doch skeptisch! Aber schön wars, so ganz weg von jeglicher Zivilisation, die Zigaden klebten an der Windschutzscheibe, die Reifen am Durchdrehen, kein Asphalt weit und breit und die Sonne brutzelte… hachja.

Naja, wir fuhren dann wieder zurück und fanden dank Beschilderung in unserer Schrift: Knossos! Aber danke, Navi! Ohne Dich wären wir nie dort gewesen, am Ar*** der Insel! Muss man sich doch auch angucken! Also bitte!

In Knossos hatten wir eine Führung!

Es war heiß, die Frau wiederholte sich gefühlte eine-Million-mal, aber interessant wars. Und mit welcher Inbrunst sie sich wiederholte… war echt klasse! Sie liebt ihr Knossos! Ganz klarer Fall! Mein Großer war ganz begeistert und fotografierte… das Unwesentliche halt. Der Kleine zickte die ganze Zeit! Es ging mal wieder nicht nach seinem Kopf!

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Nach einer kurzen Stärkung fuhren wir nach Heraklion ins Museum. Das war natürlich das I-Tüpfelchen für die Kinder aber sie hielten sich wacker! Auch der Ehemann, muss mal betont werden! Denn der war auch nur semi-begeistert!

Die nächsten Tage waren wieder Strand- und Pooltage, wir hatten schöne Sonnenuntergänge, mediterranes Wetter, leckeren Wein, immer mehr Blasen an den Füßen, mickriges WLan, lustige Luftmatratzenaktionen, abklingende Ohrenschmerzen (was für ein Glück!) und die Abreise tat uns schon weh. Eine schöne Insel, aber nächstes mal… was anderes, denn wir wollen ja die Welt erobern!

Kreta in Zahlen:

Größe: 8250 qkm (die größte griechische Insel)
Küstenlänge: 1020 km
Länge (West/Ost Luftlinie): 25km
Höchster Berg: Ida 2456 m
Bevölkerung: ca. 650 000
Olivenbäume: ca. 20 Millionen
Schafe: ca. 3 Millionen
Ziegen: ca. 100 000
Sonnentage: 300 pro Jahr
Pflanzen, die es nur auf Kreta gibt: ca. 180
Hauptstadt: Heraklion
 

4 Kommentare

  • frau.kakao.macht.tv

    Das hast Du wirklich sehr schön und mit Augenzwinkern geschrieben. Ich bekomme richtig Lust wieder nach Griechenland zu fahren. Oh wie mir das fehlt. Ja, auch die Macken 😉

  • L❤ebe was ist

    ein toller Bericht meine liebe Bea! v.a. ganz zu Anfang fühle ich mich direkt angesprochen … seit ich selbstständig bin war ich nämlich tatsächlich gar nicht mehr wirklich im Urlaub, wenn es nicht gerade eine „Dienstreise“ betraf 😉
    irgendwie haben Finanzen und Zeitpunkt da also nie gepasst!
    Kreat stelle ich mir toll vor und kommt direkt mal in den Hinterkopf, wenn das so spontan machbar ist 🙂
    liebste Grüße auch,
    ❤ Tina von http://www.liebewasist.com

  • inaaltoet

    Schöner witziger Beitrag! Wie es das leben so schreibt nicht wahr. Danke für den unterhaltsamen Beitrag.
    Lg aus Norwegen
    Ina

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