Der Satire-Blog - wenn Kinder ihren eigenen Kopf haben!
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Der Satire-Blog: wenn Kinder ihren eigenen Kopf haben!

WARUM habe ich meine Kinder nur zur Selbstständigkeit erzogen? Und warum nur mit einem eigenen Kopp?? Denn kaum sind die in der Pubertät, stoße ich genau mit dem zusammen! Hätte ich sie doch lieber immer unterdrückt, unterjocht und alles vorgegeben! Dann hätte ich es so viel leichter. Und Du? Du hättest nicht so viel zu lachen, wie in meinem neuen Beitrag: Der Satire-Blog : wenn Kinder ihren eigenen Kopf haben! Viel Spaß!

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Jaaaa, das hab ich nun davon!

Als sie als Kleinkind angefangen haben, zu trotzen, dann habe ich das bis zu einem gewissen Punkt zugelassen, denn ich fand, das gehöre zur Charakterbildung! Was war ich NAIV!

Charakterbildung?

Klar, das gehört zur Charakterbildung! Und nun habe ich hier ein Pubertier mit einem starken Charakter und einem Willen wie ein Stier. Der geht hier auch mit dem Kopp durch die Wand!

Und das kleine süße Diskutier, das gerade zum Pubertier mutiert (ich habe Mitesser auf seiner Nase entdeckt! Ich erschrak und erstarrte zur Salzsäule!), war schon immer die Zicke in der Familie! Meinungsstark, besserwisserisch, launisch. Ich hab es ignoriert! Und nun ernte ich die Früchte von den Pflanzen, die ich gesät habe!

Ich habe da mal ein ganz tolles Beispiel:

Seit das Pubertier in der Grundschule gehört hatte, dass es da verschiedene Religionen auf unserer Mutter Erde gibt, zweifelte er an unserer. Wir sind nicht unbedingt gläubige Christen, wenn es darum geht, in die Kirche zu gehen. Aber wir haben beide Kinder taufen lassen, beide waren in einem katholischen Kindergarten und wenn es denn wichtig war, waren wir auch in der Kirche.

Privat vermitteln wir den Kindern unseren Glauben, erzählen schon immer, was an Ostern und Weihnachten laut Bibel passiert ist, kauften eine Kinderbibel, die wir uns viel anschauten und vorliesen. Oma und Opa gaben auch ihren Teil dazu (ob das nun gut war oder schlecht – reden wir nicht drüber!).

Betende Hände; Der Satire-Blog - wenn Kinder ihren eigenen Kopf haben!; Charakterstärke; Religionsfreiheit

Trotzdem zweifelte das Pubertier, ob das nun der richtige Glaubensweg für ihn war.

Er befasste sich mit verschiedenen Religionen, bekam die Infos durch die Schule. Und damit war für ihn entschieden: Er möchte Muslime werden. Zum Islam konvertieren. Wenn man das denn so nennt.

Nun ja, ich kenne mich zwar etwas mit dem Glauben aus, aber so richtig befasst habe ich mich bisher ja nun nicht. Du etwa? Außer Du bist Muslime, dann wohl, aber sonst?

Also ließ ich ihn einfach mit seiner Idee immer links liegen. Einfach nicht drauf eingehen, dann vergisst er es irgendwann wieder.

Aber nicht, wenn Kinder ihren eigenen Kopf haben!

Er vergaß es bis heute nicht! Nein, im Gegenteil. Nun ist er in einer Position in der Familie, in der er klar für sich bestimmen darf. Ganz einfach, weil er älter geworden ist.

Was bedeutet das nun?

Unser Speiseplan hat sich geändert. Schweinefleisch gibt es nur, wenn er nicht da ist. Oder eben nur für uns, er hat seine eigene Wurst im Kühlschrank.

Jetzt denkst Du vielleicht, ach komm, übertreib mal nicht! Der hat doch selbst keine Ahnung vom Islam.

Ohhhh. Wenn dieser dicke Knallkopp sich was in denselbigen gesetzt hat, dann zieht er das durch!

Er hat keine Ahnung, was die Hausaufgaben sind, worüber heute in der Schule gesprochen wurde, was in der nächsten Mathearbeit drankommt, wann überhaupt eine geschrieben wird, wo seine Socken sind… Aber wenn es um den Islam geht, da kennt er sich aus!

Letztens wollte ich ihn auflaufen lassen. Ich habe da mal was von den fünf Säulen gehört und dachte, ha, das kennt er nicht!

Tja, da lag ich ja mal daneben. Er kennt sie sogar auswendig. Er kann das Glaubensbekenntnis auf deutsch und arabisch (das Kind, dass in Englisch keinen Bock hat Vokabeln zu lernen und ne Aussprache wie meine Mutter hat, die nie Englisch in der Schule hatte!).

Wie das nun bei uns weitergeht?

Wir lassen ihn. Im September wird er einen Monat fasten (Ramadan), wird sich wohl immer mehr in diese Gesellschaft einfügen. Wir planen einen Türkei-Urlaub und er plant seine Besuche in einer Moschee.

Falls er davon wieder abkommt, dann ist das auch okay. Spätestens wenn er eine Freundin mit einem anderen Glauben hat, könnte es sich noch ändern.

Und weißt Du, was ich ganz ganz toll finde?

Nun habe ich mich mit einer Religion auseinander gesetzt, die mir bis vor Kurzem fremd vorkam. Und weißte was? Die ist nicht fremd! Wir glauben an absolut das Gleiche! Es gibt so viele Namen für unseren Gott, dass ich mich schon fast schäme, dass wir Christen ihm keinen einfallsreicheren Namen gegeben haben. Jesus, Moses und andere bekannte Namen kommen auch im Koran vor. Alles kommt mir sehr bekannt vor, selbst die Orte. Und die Geschichten aus dem alten Testament. Denn das Opferfest – lies Dich mal rein – ist auch ne Geschichte aus dem alten Testament. Wir feiern es nur nicht. Eine Geschichte, die mich schon als Kind berührt hat, aber als Mutter noch viel mehr. Denn wer wäre heutzutage (als Christ!) schon bereit, sein Kind zu opfern für seinen Gott? Sorry, ich bin da raus! Gott sei dank (das passte gerade) hat Gott da schnell eingelenkt! Das hätte ins Auge gehen können!

Und wenn wir schon mal dabei sind – wieso wurden im zweiten Weltkrieg die Juden so verfolgt und ermordet? Unser Sohn Gottes war Jude! Diese Religion ist also die Vorgeschichte unserer Religion. Moses hat das Volk befreit und ist ne ewig lange Zeit eine total kurze Strecke (ja die Bibel ist absolut nicht logisch, ich sag mal, Übersetzungsfehler!) mit dem Volk in sein Land gezogen. Selbst das rote Meer hat ihn nicht aufgehalten.

Wenn wir also die Juden so missachten, verfolgen, verpöhnen – verpöhnen wir dann nicht auch Jesus?

Boah, jetzt wurde es sentimental und tiefgründig!

Aber spinnen wir mal meine Zukunft weiter! Mein Sohn wird Muslime. Weihnachten feiern wir dennoch, WIR sind ja Christen. Aber eben mit Rindswürstchen. Oder Geflügel.

Nun nehmen wir mal an,… einfach mal so! Stellen wir uns mal vor, unser Diskutier entscheidet sich, nachdem er sich damit befasst hat, da er ja Kung Fu macht, zum Buddhismus. Naja, soll er doch. Aber er verliebt sich und nimmt diese Frau zu seiner Frau. Diese kommt aus Indien und ist Hindu. Damit hat sich das mit den Rindswürstchen auch erledigt. Und so langsam fühle ich mich wie Monsieur Claude. Kennste den? Falls nicht, dann wird es Zeit, ihn kennenzulernen. Ein großartiger Film, über den ich so viel lachte. Auch über den zweiten Teil. Man denkt sich immer, was kann da noch kommen? Und dann kommt doch noch was! Unten findest Du den Link.

Und irgendwie freue ich mich drauf. Auf das was noch kommt. Oder eben nicht. Aber eins ist klar: Es wird nie so bleiben, wie es ist. Klaro, oder?

Deine Bea.

P.S.: Wie immer… der Beitrag „Der Satire-Blog – wenn Kinder ihren eigenen Kopf haben!“ enthält ein Augenzwinkern. Nicht nur eins. Nehmt nicht alles ernst, es ist Satire und einfach meine verrückten Gedanken. Ich bin auf garkeinen Fall Rassist, falls es in irgendeinem Wort vielleicht so rübergekommen ist. Ich sehe immer den Mensch! Nicht die Hautfarbe, den Glauben oder die sexuelle Orientierung. Die Welt ist bunt!

14 Kommentare

  • Dr. Annette Pitzer

    Liebe Bea,
    ein Pubertier mit einem starken Charakter und Willen wie ein Stier, so großartig. Auch das Diskutier ist genial. Erschreckend, wenn ein Kind zum Islam konvertieren will. Wie alt ist das Diskutier denn?
    Alles Liebe
    Annette

    • Mamabeasblog

      Das Pubertier möchte konvertieren, ist nun 14. Der Wunsch besteht nun seit 5 Jahren und blieb bisher hartnäckig. Aber noch ist nicht aller Tage Abend 😉

      Lieben Gruß, Bea.

  • Mo

    Liebe Bea,

    du machst es genau richtig. „Es wird nicht alles heiß gegessen, wie es gekocht wurde“, dies wusste schon meine Oma früher immer zu sagen.
    Ich finde es gut, dass du deinen Kindern nicht dein Lebensstil aufzwingst und sie sich selber eine Meinung bilden dürfen oder sich für etwas entscheiden dürfen. Und sei es „nur“ der Glaube. Immerhin scheint sich dein Pubertier damit intensiv auseinander zu setzen. Diese Energie verwendet er dann später vielleicht auch mal auf andere Dinge seines Lebens, die ihm erstrebenswert erscheinden.
    Ich mag deinen satirischen Beitrag, denn da steckt auch viel wahres drin.

    Sei lieb gegrüßt,
    Mo

  • Eileen

    Ich finds herrlich geschrieben und musste hier und da auch grinsen. Aber ich finde es auch gut, dass du trotz der Satire auf bestimmte Dinge aufmerksam machst, die heutzutage schlicht vergessen sind. Ich bin auch der Meinung wir sind alle gleich! Einfachstes Beispiel: Unsere Knochen…. Ohne Haut, Hautfarbe, Religion etc., unter der Haut sehen wir alle gleich aus. Schade nur, dass das in einige Köpfe nicht rein geht….

    Viele Grüße Eileen von http://www.eileens-good-vibes.de

  • Jana

    Wow, das nenne ich mal eine starke Persönlichkeit in dem Alter! Schon seit 5 Jahren und immer noch interessiert! Ich finde aber gut, dass du das nicht kleinredest, sondern ihn schauen und erleben lässt. Ich muss zugeben, ich bin völlig gottlos aufgewachsen, meine Eltern waren nicht religiös, von meinen Großeltern nur mein einer Opa, den ich leider viel zu selten gesehen habe. Ich habe meine Tochter trotzdem zur Christenlehre geschickt! Es schadet nicht, etwas über Religionen zu lernen!

    Liebe Grüße
    Jana

  • Miriam

    Ich finde es toll, dass er sich so intensiv mit dem Glauben auseinandersetzen wollte und für sich eine Entscheidung getroffen hat. Viel zu viele sind da nur Mitläufer. Ich hab mich damals entschieden, dem ganzen Konzept Religion den Rücken zu kehren.

  • Nadine

    Wirklich herrlich geschrieben, musste oft grinsen beim Lesen. Und gleichzeitig finde ich auch deinen ersten Töne toll. Ich finde es wichtig sich mit den verschiedenen Religionen zu beschäftigen und neben Unterschiede vor allem Gemeinsamkeiten herauszustellen. Menschen sind Menschen, egal welche Hautfarbe, Sexualität oder Religion sie haben. Finde es immer schade, wenn Religion als Ausrede für intolerantes Verhalten genommen wird, obwohl da doch gerade Nächstenliebe groß geschrieben wird.

    Alles Liebe

    Nadine

    • Mamabeasblog

      Genau so ist es. In den ganzen religiösen Büchern wird immer Nächstenliebe groß geschrieben, töten ist das Schlimmste, was man tun kann. Wieso wird im Namen des Glauben getötet? Verstehe ich nicht!

      Lieben Gruß, Bea.

  • Busymamawio

    Ach ja, ich habe hier auch zwei von der ganz hartnäckigen Sorte. Als Jugendliche wollte ich übrigens mal zum Buddhismus konvertieren 🙂 so eine Phase machen denke ich viele durch.
    Viele Grüße
    Wioleta

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