Brot backen selbst gemacht
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Die Küchentrottelin backt – mein erster DIY- Beitrag übers Brot backen

Brot ist der Stab des Lebens (Jonathan Swift)

Ich mache immer aus einer Not eine Tugend… denn eigentlich bin ich ja nicht die Heldin der Küche! Eher das Gegenteil! Deshalb stellt Euch folgendes Szenario vor: Unser Bäcker um die Ecke schließt!!! 
Da ich von zu Hause aus arbeite und eigentlich nur zum Gassigehen vor die Tür komme, ist das natürlich Worst Case! Denn Brot brauchen wir schon zum Essen.

Nun überbrückte ich die letzten Wochen mit Toast (natürlich Weizen), warmen und ausgefallenen Mahlzeiten (nur für uns Erwachsene, die Kinder kriegen immer was!). Mir wurde klar, dass ich bald selbst Brot backen würde, denn so konnte das nicht weitergehen, denn es war sehr figurschädigend, deshalb holte ich unseren Brotbackautomaten vom Dachboden!

Und schlagartig wurde mir klar, WARUM dieser dort sein Dasein fristete… die Brotbackmischungen schmeckten uns nicht, außerdem machen diese Mischer, die das Brot kneten und sich unten im Automat drehen, riesige Löcher ins Brot.

Alternative ist also: selbst ist die Frau!

Ich buk erst einmal wieder eine Brotbackmischung im Brotbackautomat, um zu überprüfen, ob sich meine Toleranz der Löcher gegenüber geändert hatte. Ergebnis: es hat sich nicht geändert.

Als nächstes buk ich eine Brotbackmischung von Hand im Römertopf. Ergebnis: die Toleranz gegenüber dem Geschmack hat sich auch nicht geändert.

Ich versuchte mich erst einmal an einem Grundrezept, denn wenn dies schon zu schwer für mich wäre (was gut möglich sein könnte), dann bräuchte ich kein weiteres versuchen!

Aaaaalso, das Grundrezept:

0,5 TL Hefe
500 ml Wasser
3 TL Salz
1 TL Rohrzucker
ca. 700 g Weizenmehl (200g davon kann man durch grobes Mehl ersetzen, was ich gleich getan habe)
feuerfester Topf (in meinem Fall Römertopf)

Und los gehts:

1. in einer Schüssel die Hefe im Wasser anrühren, Salz und Zucker hinzufügen. Rühren, bis alles sich vollständig aufgelöst hat.

2. Das Mehl hinzufügen und den Teig zusammenrühren. Das war das erste mal, wo ich aussah wie ein Bäcker eben: gut bemehlt in einer gut bemehlten Küche. Der Teig sollte feucht, aber nicht flüssig sein. Bei mir war gleich mal das komplette Mehl drin, es kann sogar etwas mehr hinein.

3. Die Schüssel mit einem Tuch bedecken und den Teig mindestens 12 Stunden bei Zimmertemperatur gehen lassen. Das habe ich über Nacht und im Wohnzimmer gemacht.

4. Den Teig auf eine gut bemehlte Arbeitsfläche geben und von jeder Seite aus vier- bis fünfmal zusammenfalten. Der Teig wird während des Gehens flüssiger. Ist der Teig zu weich, noch etwas mehr Weizenmehl hinzufügen. Dazu muss ich sagen, es war bei mir sehr flüssig und ich rührte so lange Weizenmehl ein, bis ich das Gefühl hatte, dass es nun möglich ist, die weiteren Schritte durchzuführen. Wieviel das war, weiß ich nicht. Einfach rein damit, ich bin nicht der Typ da zu sparen oder Geduld zu haben, also könnt Ihr nichts falsch machen.

Brot selbst backen

5. Die Schüssel einölen und den Teig zum Gehen wieder hineingeben, mit einem Tuch bedecken und weitere 2 Stunden gehen lassen.

6. Den Topf oder die Form (in meinem Fall der Römertopf) in den Ofen stellen und diesen auf 250° C  vorheizen.

7. Topf oder Form aus dem Ofen nehmen, etwas einmehlen und den Teig hineingeben. Deckel oder Alufolie auflegen. Topf oder Form sofort wieder in den Ofen stellen.

8. Das Brot etwa 30 Minuten backen. Hitze dann auf 225°C reduzieren.

9. Deckel oder Alufolie entfernen, nach Belieben mit Mehl bestäuben und weitere 15 Minuten fertig backen, bis die Oberfläche goldbraun ist.

Herausnehmen und auf ein Kuchengitter stürzen.

Damit habe ich mir Zeit gelassen, bis der Römertopf so weit abgekühlt war, dass ich ihn gefahrenlos umdrehen konnte ohne mich zu verbrennen. War okay, es blieb nichts kleben.

Das Brot erst anschneiden, wenn es ganz abgekühlt ist. Meines war noch lauwarm in der Mitte, konnte ich von außen nicht fühlen. Hat aber ganz toll geschmeckt!

Brot backen selbst gemacht

10. Genießen! Es hat uns allen gut geschmeckt, die Kruste war nicht zu hart und nicht zu weich und innen einfach nur locker lecker! Natürlich werde ich dies wiederholen und verschiedene Varianten ausprobieren! Euch wünsche ich viel Spaß beim Backen, ich empfand es nicht als viel Arbeit, da man ja immer dazwischen Wartezeiten hat, die man auch nicht einhalten muss, also wenn man es länger stehen lässt, ist es nicht schlimm, nur nicht früher.

Guten Appetit, Eure Bea.

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